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5 Tipps: So vermeiden Sie als Gründer ein Burnout

© stokkete | Adobe Stock

Die ersten drei Jahre ab Gründung sind die anstrengendsten, doch das Tempo der ersten zwölf Monate schlägt alles, was Ihnen bisher begegnet ist und später noch begegnen wird. Wir zeigen Ihnen fünf Wege auf, die Ihnen dabei helfen, von den hohen Anforderungen der Existenzgründungsphase überwältigt zu werden, damit Sie einen Gründer-Burnout vermeiden kannst.

    Wenn Sie frisch gegründet haben, kennen Sie das Gefühl: Alles ist spannend, anstrengend und neu. Jede Herausforderung ist gleichzeitig ein Adrenalinstoß und angenehm aufregend, denn es gehört zur Existenzgründung, Challenge um Challenge zu bewältigen: Rechtliche Vorgaben einhalten, die passende Geschäftsform wählen, ins Marketing starten, Lieferanten oder Mitarbeiter oder Geschäftspartner finden, ein Netzwerk aufbauen, Steuern und Buchhaltung bewältigen und dann noch das Tagesgeschäft – uff!

    Es ist wenig erstaunlich, dass so viel dauerhafte Anspannung jederzeit in einen waschechten Burnout umschlagen kann, wenn Sie nicht auf sich achten.

    5 Tipps, mit denen Sie ein Gründer-Burnout verhindern

    Wir haben fünf bewährte Verhaltensweise für Sie, die Ihr Leben erleichtern und Ihnen zum richtigen Mindset verhelfen, um unbeschadet und erfolgreich durch die Stürme der ersten Jahre zu surfen, während Sie Ihre Geschäftsidee aufbauen.

    Nutzen Sie Ihre Digitalkompetenz

    Egal welche Frage Sie umtreibt, welches Problem Sie lösen möchtest oder welche Aufgabe gerade ansteht, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass jemand das bereits für Sie gelöst hat. Warum solltest Sie sich also selbst damit quälen, wenn eine kurze Recherche in Google oder Bing Ihnen hilft, eine App oder eine VA zu finden, die Sie entlastet? Gehen Sie immer davon aus, dass Sie nicht der erste Mensch mit dieser Frage sind und dass andere bereits eine Lösung gefunden haben, von der Sie profitieren können. Buchhaltung? Digitale Belegbuchung mit automatischer Zuordnung. Übersetzungen? Professionelle Tools, die 90% Vorarbeit leisten. Anzeigendesign? Profi-Designer oder Vorlagen von canva.com und Co.

    Was immer es ist, machen Sie es weder manuell noch auf eigene Faust. Lösen Sie die Anforderungen digital und so, dass die Ergebnisse sich wiederholen und im Idealfall die Aufgabe sich outsourcen lässt.

    Lassen Sie sich einen Puffer

    Alles, was Sie in der Gründungsphase tuen, machen, planen und anfassen, ist auf Erfolg ausgerichtet. Trotzdem sind viele Existenzgründer:innen komplett überwältigt und überhaupt nicht bereit, wenn das gewünschte Wachstum auch wirklich eintritt, denn sie haben hemmungslos stets alles gegeben und sind auf noch mehr jetzt wirklich nicht auch noch vorbereitet. Dabei ist es eine reine Planungssache, ob Sie Ihr Business so aufsetzen, dass Sie beständig bei 75% deiner Kapazitäten arbeiten und Luft nach oben haben. Man muss es sich nur einfach klarmachen, dann planen und umsetzen.

    Wachstum und Erfolg können schneller um die Ecke kommen als Sie es sich in der frühen Gründungsphase vorstellen können. Sie sollten den ersehnten Durchbruch als festes Ereignis bereits einkalkulieren, dann fegt er Sie auch nicht organisatorisch um.

    Vermeiden Sie Perfektionismus

    Der dunkle Zwillingsbruder von Perfektionismus hilft Ihnen beim Loslassen und wichtiger noch, beim Loslegen. Jede Gründerin und jeder Gründer kennt das berühmt-berüchtigte Verzögern in der Vorbereitungszone. Man weiß ja nicht, was kommt. Weiß man beim Gründen zwar sowieso nicht, aber in diesem Fall zögern wir alle besonders gerne den Start einer neuen Idee hinaus, indem wir uns erfolgreich einreden, dass die Vorbereitung noch nicht perfekt ist. Noch mehr Tests, noch mehr Gefuddel am Businessplan, noch andere Befragungen und eine viel bessere Website als die bisherige, dann könnte es losgehen. Aber auch wirklich erst dann. Diese Einstellung zieht unwahrscheinlich viel Energie, die Sie anderswo brauchen.

    Hören Sie also auf mit dem sorgfältig konstruierten Bullshit und legen Sie einfach los! Sie wissen nämlich selbst ganz genau, dass die wertvollsten Erkenntnisse durch Live-Tests kommen und Sie im laufenden Betrieb mit echten Kunden am meisten lernen.

    Achten Sie auf eine gute Work-Wellness-Balance

    Zu den unverhandelbaren Aufgaben von Existenzgründer:innen gehört die Pflicht, sich um das eigene Wohlergehen so gut und sorgfältig zu sorgen wie um ein höchst wichtiges Kundenprojekt. Besser, sogar. Denn durchzuarbeiten ohne Pausen sorgt nicht für Erfolg, sondern für dünne Nerven und Verbitterung.

    Hören Sie besser nicht auf die Propaganda-Maschinerie vom fleißigen ständig verfügbaren, rund um die Uhr schuftenden Fleißbienchen. Die Zeiten sind vorbei, und sich ab und zu mal über den Druck auskotzen ersetzt keinen echten und regelmäßigen Ausgleich mit Familie, Freunden und Bekannten.

    Setzen Sie Termine in den Kalender, an denen es um Sie und Ihr Wohlbefinden geht. Schließlich haben Sie gegründet, um gut und besser zu leben – dann machen Sie das auch. Sich um Sie selbst kümmern gehört zum Job als Entscheider.

    Üben Sie sich in Resilienz

    Irgendwas ist immer. Das erlernen alle frischen Selbständigen sofort im Spagat zwischen Kunden und Finanzamt, Markt und eigener Befindlichkeit. Es wird niemals ein Jahr geben, in dem nichts geschieht, was gefühlt oder tatsächlich Ihre Existenz gefährden kann, wenn Sie nicht richtig damit umgehen. Zum Glück gibt es Berater für jede Lebenslage. Was Sie verinnerlichen sollten: Besonders in den ersten Jahren sammeln Sie Erfahrungen und jeder Fehler ist eine wertvolle Erkenntnis. Sie müssen sie trotzdem nicht alle selbst machen.

    Die Nase im rauesten Wettbewerbs-Wind und immer eine Challenge unter dem Bug, das ist kein persönlicher Schicksalsschlag und kein zu bejammerndes endloses Pech, sondern unternehmerischer Alltag.

    Fazit: Ein Gründer-Burnout lässt sich gezielt verhindern

    Ein Gründer-Burnout schleicht sich ganz harmlos an und scheint sich zunächst noch durch gelegentliches Durchschlafen von Feiertagen und Wochenenden abwenden zu lassen, das ist aber nicht so. Aufgepasst: Die Erschöpfung sitzt tiefer und während Sie noch dafür bewundert werden, das alte Mantra von „selbst und ständig“ in Ihre Selbständigkeit übernommen zu haben, sind Sie schon zu ausgelaugt, um auf größere Krisen noch passgenau zu reagieren.

    Nichts persönlich und nicht alles so ernst nehmen, delegieren und lockerlassen und immer auch für Auszeiten sorgen: Je höher die Stresswogen der Gründungsphase schlagen, desto wichtiger wird es für Sie, keine Burnouts zu züchten.

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