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Crowdfunding: Ein Weg, mein Unternehmen zu finanzieren?

© Andrey_Popov – Shutterstock
Crowdfunding

Ein Traum für viele: Der Start in die Selbstständigkeit, das eigene Unternehmen gründen, der eigene Chef sein. Je nach Geschäftsmodell benötigt man für die Existenzgründung ein mehr oder weniger hohes Eigenkapital. Das ist häufig jedoch schlicht nicht vorhanden. Doch es gibt Abhilfe: Das sogenannte Crowdfunding. Mit dieser neuartigen Form der Finanzierung können Sie nicht nur für Unternehmensgründungen, sondern auch für große oder kleine Projektideen finanzielle Unterstützung finden. Doch wie funktioniert Crowdfunding überhaupt? In diesem Artikel erfahren Sie alles über Hintergründe, Arten und Funktionsweisen von Crowdfunding sowie entsprechende Plattformen – und welche davon am vielversprechendsten sind.

Crowdfunding: Grundlagen und Definition

Der Begriff „Crowdfunding“ ist heutzutage in aller Munde. Doch was steckt eigentlich dahinter? Crowdfunding ist eine Zusammensetzung zweier englischer Worte: „crowd“ und „funding“. Ersteres bedeutet so viel wie „Gruppe“ oder „(Menschen-)Menge“. Letzteres kann mit „Finanzierung“ übersetzt werden. Gemeint ist mit Crowdfunding also eine Art der Finanzierung größerer Vorhaben, die ganz gezielt von einer größeren Personengruppe übernommen wird. In diesem Zusammenhang findet auch gerne der Begriff „Schwarmfinanzierung“ Anwendung.

Doch wie funktioniert Crowdfunding genau? Im Prinzip geht es um das zweckgebundene Sammeln von Geldbeträgen unterschiedlicher Geldgeber – üblicherweise über das Internet bzw. webbasierte Plattformen. Doch es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Crowdfunding:

  • Reward-based: Crowdfunding, das auf Belohnung bzw. auf einer Gegenleistung basiert. Das bedeutet, jeder Spender erhält für seine Geldleistung eine Art Belohnung. Zum Beispiel ein Produkt oder eine Dienstleistung.
  • Equity-based: Hier fußt die Finanzierung auf Investoren, die sich mit ihrem Zuschuss Firmenanteile aneignen und damit Mitspracherecht im künftigen Betrieb haben.
  • Donation-based: Im Gegensatz zum Reward-based Crowdfunding erhält der Spender bei dieser Form des Geldsammelns keinerlei Gegenleistung.
  • Lending-based: Bei diesem Crowdfunding oder auch Crowdlending geht es um das Leihen von Geldbeträgen. Man könnte es als eine Art Darlehen bezeichnen, bei dem die Geldgeber ihre Leistungen ähnlich wie Kredite zu bestimmten Konditionen zurückerhalten.

Crowdfunding eignet sich also besonders für all diejenigen, die ein Unternehmen gründen oder ein größeres Projekt umsetzen wollen, aber nicht genügend Eigenkapital zur Verfügung haben.

Durch gezielte Vermarktung und ein schlüssiges, erfolgversprechendes Konzept können gemeinschaftlich Gelder gesammelt werden, die diese Projekte unterstützen. Die Gemeinschaft fungiert also gewissermaßen als Kapitalgeber für eine Privatperson. Über das Internet lassen sich so in kürzester Zeit genügend potenzielle Investoren finden und Projekte individuell umsetzen.

Existenzgründung mit Crowdfunding: Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit

Wer sich mit einer Finanzierung über Crowdfunding selbstständig machen möchte, muss einige grundlegende Regeln beachten, was die Funktionsweise dieser Art der Finanzierung angeht. Doch schon in wenigen Schritten lassen sich ganz einfach große Erfolge erzielen:

Schritt 1: Geldbetrag festlegen

Auch wenn Step 1 im ersten Moment verhältnismäßig einfach klingt, sollte vor allem dieser erste Schritt doch auf einer genauen Kalkulation und Vorausplanung beruhen. Denn wenn Sie mit Ihrem Projekt Erfolg haben wollen, geht es besonders um das Vertrauen Ihrer Geldgeber. Daher sollten Sie sich von Anfang an im Klaren darüber sein, wie viel Kapital Sie tatsächlich benötigen, um Ihr Vorhaben erfolgreich angehen zu können. Dabei gilt: Egal ob ein zu großer oder ein zu geringer Betrag angesetzt wurde – beides hinterlässt beim Geldgeber nicht unbedingt den Eindruck von Kompetenz. Daher immer genau planen und Puffer einberechnen.

Schritt 2: Crowdfunding Plattform wählen

Auch dieser Schritt ist bedeutend für den Erfolg Ihres Projektes, denn nicht jede Plattform ist für jedes beliebige Projekt geeignet. Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Plattformen, die je ihre eigenen Vor- und Nachteile mitbringen. Sie sollten also vor dem Start der Aktion genau vergleichen. Zu den beliebtesten Plattformen zählen:

  • Bergfürst
  • Exporo
  • Kickstarter
  • Indiegogo
  • Seedmatch
  • Startnext
  • Visionbakery
  • de

Schritt 3: Projekt anlegen

Steht die Wahl für eine Plattform? Dann heißt es jetzt: Projekt anlegen! Hier gilt: Möglichst viele und detaillierte Informationen über Ihr Vorhaben schildern. Auch Bilder und Videos machen sich hier gut. Je menschlicher und transparenter, umso besser.

Optionaler Schritt 4: Gegenleistung überlegen

Hier kommen die verschiedenen Arten von Crowdfunding zum Einsatz, genauer gesagt: Das Reward-based Crowdfunding. Möchten Sie mit dieser Form der Finanzierung arbeiten, müssen Sie sich vor Projektstart eine Gegenleistung für jede Geldgabe überlegen. Kleiner Tipp: Auch eine Kleinigkeit kann zum Spenden anregen!

Schritt 5: Kampagne starten und bewerben

Wenn alles geplant und in der jeweiligen Plattform angelegt ist, können Sie Ihr Crowdfunding-Projekt starten. Doch damit ist es noch nicht getan. Der wichtigste Schritt ist, Ihre Kampagne entsprechend zu bewerben. Ohne passendes Marketing ist die beste Idee zum Scheitern verurteilt. Tipps und Tricks für erfolgreiches Crowdfunding Marketing folgen im nächsten Kapitel.

Schritt 6: Kampagne abschließen

Was im Laufe des Crowdfunding gerne vergessen wird: Finanzielle Unterstützung bekommen Sie erst dann, wenn Ihr zu Beginn festgelegter Spendenbetrag erreicht wurde. Das macht die Bedeutung des ersten Schrittes deutlich. Die realistische Einschätzung des benötigten Kapitals ist nicht nur vertrauenserweckend, sondern auch ausschlaggebend für den Erfolg Ihres Projektes.

Tipps und Tricks zum Crowdfunding: So vermarkten Sie Ihre Kampagne

Wie aus dem vorherigen Kapitel deutlich wird, ist für den Erfolg eines Crowdfunding-Projektes also nicht nur die grundlegende Relevanz der Idee ausschlaggebend, sondern vor allem die richtige Vermarktung dieser. Wie erreichen Sie die Menschen am besten, die Ihr Unternehmen oder Projekt unterstützen sollen? Und wie sprechen Sie diese Menschen gezielt an? Das Zauberwort in vielen Fällen: Social Media!

Communitys wie Facebook oder Instagram helfen Ihnen, Ihr Projekt schon im Vorfeld zu bewerben und Unterstützer zu finden. Wenn Menschen bereits einen gewissen Bezug zum Projekt haben, ist die Spendenbereitschaft um ein Vielfaches höher als ohne. Sie sollten also unbedingt genügend Zeit für die Bewerbung Ihrer Idee einplanen.

Grundsätzlich lohnt es sich, die Kampagnen zeitlich zu begrenzen. Das spart nicht nur Zeit und Energie, sondern hilft auch bei der Organisation des Vorhabens. Neben der Online-Vermarktung spielt allerdings auch die Offline-Welt eine große Rolle. Face-to-face-Kontakt ist besonders bei sozialen Projekten äußerst wichtig. Was auch hilft: Seien Sie präsent und transparent! Oftmals wird nicht unbedingt das Projekt bzw. die Geschäftsidee unterstützt, sondern die Person, die dahintersteht.

Autor_in: Redaktion selbststaendig.com

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