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Hebamme werden: So helfen Sie der Geschäftsidee ins Leben

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Die Nachfrage an Hebammen ist immens. Diese helfen nicht nur Kindern auf die Welt, sondern betreuen auch werdende Mütter im Vorfeld und übernehmen die Nachsorge, wenn das Kind auf der Welt ist. Für eine Hebamme gibt es immer etwas zu tun.

    Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

    Hebamme gehört zu den Heilberufen, weshalb dafür kein Gewerbe angemeldet werden muss.

    • Fachausbildung

    Sie müssen vorab eine Fachausbildung absolviert haben.

    • Untersuchungen beim Gesundheitsamt

    Freiberufliche Hebammen müssen sich regelmäßigen Untersuchungen beim Gesundheitsamt unterziehen.

    Sie sind in der Ausübung der Tätigkeit an das Hebammengesetz gebunden.

    Brauche ich als Hebamme einen Gewerbeschein?

    Die Hebamme gehört zu den sogenannten freien Berufen. Daher reicht ein formloses Schreiben an das Finanzamt, um die Tätigkeit anzumelden. Dadurch entfällt für eine freiberufliche Hebamme die Pflicht, ein Gewerbe anzumelden und Gewerbesteuer zu zahlen. Aus diesem Grund vereinfacht sich auch die Buchhaltung – Sie brauchen dem Finanzamt nur eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorzulegen. Es gibt auch keine Pflichtmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer. Die Gewerbepflicht greift nur in Ausnahmefällen, wenn Sie beispielsweise zusätzlich einen kleinen Shop in Ihre Hebammenpraxis integrieren, in dem Sie Baby- und Schwangerschaftsbedarf verkaufen.

    Welche Aufgaben muss eine freiberufliche Hebamme erfüllen?

    Hebammen betreuen werdende Mütter während der Schwangerschaft und auch in der Zeit nach der Geburt. Sie leiten Geburtsvorbereitungskurse und bereiten die Schwangeren darin auf die anstrengende Geburt vor. Die Schwangeren haben in der Zeit vor der Geburt in der Hebamme eine Ansprechpartnerin für alle Fragen. Hebammen können auch Vorsorgeuntersuchungen durchführen und dabei die Gynäkologen in ihrer Arbeit entlasten. Wer sein Kind nicht in einem Krankenhaus, sondern zuhause oder in einem Geburtshaus zur Welt bringen möchte, wird dabei von einer Hebamme unter der Geburt betreut. Nach der Geburt des Kindes betreut die Hebamme die junge Mutter, kontrolliert regelmäßig das Gewicht und die Versorgung von Mutter und Kind und gibt vor allem Erstgebärenden eine hilfreiche Unterstützung in der Kinderpflege. Wenn besondere soziale, medizinische oder gesundheitliche Risiken vorliegen, betreut die Hebamme die Familien sogar bis zum ersten Lebensjahr. Sie brauchen dafür eine abgeschlossene Fortbildung zur Familienhebamme.

    Besondere Regelungen für die Geburtsbetreuung durch eine freiberufliche Hebamme

    Wenn Sie als Hebamme eigenständig Geburten zuhause oder im Geburtshaus betreuen, gelten dafür besondere Vorgaben. Sie dürfen keine Risikogeburten begleiten, die sich beispielsweise aus einer falschen Lage des Kindes, einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von Mutter und Kind oder einer Mehrlingsschwangerschaft ergeben. In diesem Fall sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, die Schwangere in ein Krankenhaus zu überweisen.

    Wer bezahlt die Hebamme?

    Die Arbeit der Hebamme ist eine Kassenleistung. Sowohl die Vorbereitungskurse als auch die Betreuung der Schwangeren während der Geburt und die nachgeburtliche Versorgung wird von der Krankenkasse bezahlt. Freiberufliche Hebammen können sogar die anfallenden Fahrtkosten bei der Versicherung abrechnen.

    Die prekäre Versicherungslage für Hebammen

    In einigen Berufen ist es zwingend erforderlich, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Diese Vorgabe gilt auch für freiberufliche Hebammen. Zum 1. Juli 2018 hat sich die Haftpflichtprämie für freiberufliche Hebammen drastisch erhöht und damit die Existenzen zahlreicher Hebammen gefährdet. Laut dem Deutschen Hebammenverband DHV beträgt der jährliche Beitrag 8174 Euro. Die Krankenkassen leisten zwar einen Sicherheitszuschlag, allerdings kann dieser die Hebammen kaum finanziell entlasten.

    Welche Kosten fallen für eine Hebamme an?

    Sie brauchen geeignete Räumlichkeiten, um die Geburtsvorbereitungskurse zu leiten und auch im Nachgang die Rückbildungsgymnastik. Für die Miet- und Einrichtungskosten müssen Sie mittlere 5-stellige Beträge einplanen. Außerdem brauchen Sie in Ihren Räumlichkeiten entsprechendes Equipment wie Matten, Sitzbälle und Untersuchungs-Instrumente für die Betreuung der werdenden Mutter in der Schwangerschaft.

    Welche Nachteile hat die Selbstständigkeit als Hebamme?

    Während Sie als Beleghebamme im Krankenhaus annähernd geregelte Arbeitszeiten haben, sind Sie als freiberufliche Hebamme rund um die Uhr erreichbar. Sie müssen also gut abwägen, ob Sie dies mit Ihrem eigenen Privat- und Familienleben vereinbaren können.

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