Promoter werden: der Beruf für kontaktfreudige Menschen

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Ein Beruf, von dem viele träumen: Die Arbeit als Promoter. Sie stehen gutgelaunt in Fußgängerzonen, in Einkaufzentren und auf Messen und begeistern Kunden von einem Produkt oder einer Dienstleistung. Haben Sie das Zeug dazu, auf diese Art für ein Unternehmen zu werben? Dann machen Sie sich doch als Promoter selbstständig.

    Diese Eigenschaften sollten Sie als Promoter mitbringen

    In diesem Job geht es darum, Kontakt mit Menschen aufzunehmen und direkt auf sie zuzugehen. Daher müssen Promoter kontaktfreudig sein und sollten keine Hemmungen haben, fremde Personen anzusprechen. Außerdem sollten Sie eine gewissen Seriosität ausstrahlen, denn nur dann fassen Personen auf der Straße spontan das Vertrauen, sich in einen Newsletter einzutragen, einen Flyer mitzunehmen oder sogar ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Da der nächste Job nicht immer direkt vor der Haustür stattfindet, müssen Promoter flexibel sein und Reisebereitschaft zeigen. Sie müssen sich schnell auf neue Situationen einstellen können. Wichtig ist natürlich immer auch ein gepflegtes Äußeres, denn als Promoter repräsentieren Sie mit Ihrer Arbeit das Unternehmen.

    Wie werde ich Promoter?

    Die bürokratischen Hürden, um sich als Promoter selbstständig zu machen, sind relativ gering. Sie brauchen keine speziellen Fähigkeiten oder Ausbildungsnachweise zu erbringen. Es reicht aus, die persönliche Eignung für den Job zu haben und sich in seinen ersten Jobs einen guten Namen zu machen.

    Woher bekommen Promoter ihre Aufträge?

    Viele Promoter arbeiten für Agenturen. Sie werden auf Abruf gebucht, wenn sich ein Auftraggeber meldet und der Promoter in das Suchprofil passt. Natürlich können Promoter ihre Dienste auch selbst vermarkten, indem sie Visitenkarten drucken oder eine eigene Homepage aufbauen, mit der sie sich potenziellen Auftraggebern präsentieren.

    Die meisten Aufträge werden über Weiterempfehlungen generiert. Hat ein Job gut geklappt, dann wird der Auftraggeber Sie wieder buchen und auch Kollegen und Freunden empfehlen. Mittlerweile gibt es auch Bewertungsportale im Internet, in denen die Promoter öffentlich bewertet wird. Je mehr positive Stimmen ein Promoter hier sammelt, umso größer ist die Chance, wieder gebucht zu werden.

    Das Problem mit der Scheinselbstständigkeit

    Wer als Promoter für eine Agentur arbeitet, braucht noch mindestens zwei bis drei weitere Auftraggeber. Ansonsten können Sie als Scheinselbstständiger angeklagt werden. Das gilt für jede Selbstständigkeit, allerdings ist das Problem im Bereich Promotion besonders weit verbreitet.

    Eine Scheinselbstständigkeit liegt immer dann vor, wenn vertraglich zwar eine selbstständige Tätigkeit vereinbart wurde, der Job aber weisungsgebunden und damit eher im Angestellten-Verhältnis erfüllt wird. Kann eine solche Scheinselbstständigkeit nachgewiesen werden, dann kann es passieren, dass der Auftraggeber im Nachhinein Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer nachzahlen muss. Dieses Geld kann der Auftraggeber im begrenzten Rahmen sogar von Ihnen zurück verlangen.

    Ein wichtiges Merkmal der Selbstständigkeit als Promoter sind die unternehmerische Entscheidungsfreiheit und das unternehmerische Risiko. Diese beiden Fakten müssen mindestens vorliegen, wenn Sie als Promoter selbstständig sind.

    Promoter: Die verschiedenen Einsatzgebiete

    Promoter werden für ganz unterschiedliche Einsatzzwecke gebucht. Anbei finden Sie exemplarisch ein paar Jobs, in denen Sie als Promoter tätig werden können.

    • Promotion auf Messen

    Sie arbeiten als Hostess bzw. als Host auf großen Messen und verteilen Flyer und Produktproben. Bei diesem Promoter-Job sind Sie häufig 10 Stunden oder mehr auf den Beinen und haben feste Arbeitsvorgaben. Es gibt Messe-Hostessen, Kongresshostessen und auch Model-Hostessen.

    Hinweis: Bei Messe-Jobs müssen selbstständige Promoter besonders vorsichtig sein. Viele Gerichte haben in der jüngsten Vergangenheit darüber geurteilt, dass diese Tätigkeit weisungsgebunden und damit nicht mehr selbstständig ist. Daher liegt der Verdacht nahe, dass es sich im eine Scheinselbstständigkeit handeln kann.
    • Promotion im Bereich Catering und Service

    Im Rahmen einer Selbstständigkeit als Promoter können Sie auch auf großen Events tätig sein und dort Canapés und Sekt anbieten.

    • Promotionjob als Interviewer

    Ein Auftrag im Bereich Promotion kann mit einem Interview-Job gekoppelt sein. Sie arbeiten dann in der Regel an einem Stand, führen Befragungen durch und teilen im Anschluss als Dankeschön Produktproben aus.

    • Sampling vor der Diskothek

    Sie können als Promoter direkt vor einer Diskothek oder einem großen Einkaufscenter stehen und Passanten dazu motivieren, einzutreten.

    • Betreuung von Gewinnspielen

    Sie haben ganz sicher schon häufig auf Märkten und Festen die Glücksräder gesehen, vor denen sich immer eine große Schlange bildet. Dahinter stehen Promoter, die diese Gewinnspielaktion betreuen.

    • Verköstigung von Produkten

    Man sieht Promoter auch in großen Einkaufspassagen an Ständen stehen, um den Kunden neue Jogurts und Wurstsorten zur Verköstigung anzubieten.

    FAQ: Selbstständig als Promoter

    Welche formalen Voraussetzungen müssen Promoter erfüllen?

    Gewerbeanmeldung: Wenn Sie sich hauptberuflich als Promoter selbstständig machen wollen, dann müssen Sie dafür ein Gewerbe anmelden und Gewerbesteuer abführen.

    Welche Kosten fallen für einen Promoter an?

    Sie können das Business fast ohne Investitionen eröffnen, denn Sie leben von Ihrer eigenen Präsenz und Kommunikationsfähigkeit. Sie sollten allerdings in Eigenwerbung investieren, um von potenziellen Auftraggebern auch wahrgenommen zu werden.

    Was muss ich beachten, wenn ich mich als Promoter selbstständig mache?

    Sie sollten dringend darauf achten, dass Sie nicht nur für einen Auftraggeber tätig sind. Ansonsten fallen Sie in den Bereich der Scheinselbstständigkeit.

    Welche Nachteile hat die Selbstständigkeit als Promoter?

    Ein Promoter lebt von seinen guten Referenzen. Schließlich sind Firmen, die Sie buchen, darauf angewiesen, messbare Erfolge beispielsweise bei der Einführung eines neuen Produktes zu generieren. Die Auftragslage kann saisonal schwanken. Außerdem droht die Gefahr einer Scheinselbstständigkeit, wenn sich nicht genügend Auftraggeber finden.

    Es kann anfangs schwierig sein, die richtigen Kontakte zu knüpfen und sich in der Branche einen guten Namen zu machen. Ist dies aber einmal gelungen, dann kommt der nächste Auftrag meist von ganz allein.

    Wieviel Geld kann ich als Promoter verdienen?

    In der Regel rechnen Promoter mit einem Stundensatz ab. Die Honorare sind dabei sehr vielfältig. Als Tageshonorar sollten Sie mit mindestens 150,00 € kalkulieren und für die Anfahrt eine gesonderte Aufwandsentschädigung berechnen. Je nach Promotion-Job kann das Honorar aber erheblich schwanken.

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