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Gründercoaching: Hilfreiche Tipps für Existenzgründer

© Matej Kastelic – Fotolia
Gründercoaching

Gründer stehen insbesondere zu Beginn ihrer Selbstständigkeit vor ungemeinen Herausforderungen – müssen doch ein Business-Plan erstellt, der Markt analysiert und Kunden akquiriert werden. Ein Gründercoaching sollen helfen, diese Hürden aus dem Weg zu räumen. Doch auch nach der Gründung selbst kann es hilfreich sein, einen Coach an seiner Seite zu wissen. Daher beantwortet dieser Artikel die Frage, für wen ein Coaching sinnvoll sein kann. Außerdem lesen Sie in diesem Beitrag, wie es um die Finanzierungsfrage eines Gründercoachings steht.

Gründercoaching vor der Existenzgründung

Das Ziel eines Gründercoachings ist es, Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten, um so die Erfolgschancen einer Geschäftsidee bzw. eines Unternehmens auf dem Markt zu erhöhen. Vor allem Existenzgründer, die erstmalig ein Gründungsvorhaben umsetzen, sind bei manchen Aspekten rund um die Unternehmensgründung unsicher.

Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, als werdender Selbstständiger vor der Existenzgründung ein Coaching wahrzunehmen. Ein Gründercoach kann bei einem solchen Coaching seinen Seminarteilnehmern wichtige Tipps und Hinweise an die Hand geben, die insbesondere zu Beginn bzw. noch vor der der eigentlichen Selbstständigkeit von elementarer Relevanz sind.

Beispiele für solche Tipps sind:

  1. Feedback zum Business-Plan
  2. Unterstützung bei der Marktanalyse
  3. Unterstützung bei der Suche nach neuen Ideen

Diese Aspekte sind vor allem vor der Existenzgründung wichtig. Aber ein Gründercoaching kann auch dazu dienen, Maßnahmen zur erfolgreichen Marktsicherung eines jungen Unternehmens in Erfahrung zu bringen. Denn: Auch nachdem der offizielle Gründungs-Meilenstein gelegt ist, gilt es, so einiges zu beachten.

Gründercoaching nach der Gründung

Im Unterschied zu Coachings vor der Gründung geht es in Seminaren nach der Existenzgründung vor allem um die Frage, wie sich Herausforderungen und Schwierigkeiten aus dem Weg räumen lassen. Ebenfalls von Wichtigkeit ist die Frage, wie ein junges Unternehmen auf dem Markt langfristig wettbewerbsfähig wird beziehungsweise bleibt.

Seminare nach der Gründung beantworten beispielsweise Fragen, wie:

  1. Wie gehe ich mit Misserfolgen um?
  2. Ist es sinnvoll, sich für weitere Fördermittel zu bewerben und wenn ja, wie bewerbe ich mich für diese?
  3. Sollte ich eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen anstreben?
  4. Wie ist es mir möglich, die Geschäftszahlen meines Unternehmens konstant zu halten?

Somit ist das Ziel einer Beratung auch, mögliche Probleme, die ein Unternehmen hat, zu analysieren und geeignete Lösungen dafür zu finden. Dies ist besonders wichtig, da nicht nur der Weg zur Gründung selbst mit Stolpersteinen versehen sein kann, sondern auch der Businessalltag selbst.

Gründercoaching: Wie finde ich den passenden Coach?

Die Ziele eines Coachings sind somit klar. Um jedoch von einem Gründungscoaching profitieren zu können, braucht es selbstverständlich erst einmal den passenden Coach. Auch hier gilt es, so einiges zu beachten: Nicht jede Branche ist gleich und damit ist auch Gründung nicht gleich Gründung – daher wäre es auch vermessen anzunehmen, dass jeder Berater über ein gleich großes Know-how verfügt. Wenn Sie eine eigene Firma gründen, welche mit sehr viel Ressourcen und Startkapital verbunden ist, werden Sie natürlich mit anderen Fragen konfrontiert als jemand, der zum Beispiel ein IT-Start-up im Homeoffice plant.

Daher sollten Sie bei der Auswahl des Coaches auf folgende Aspekte achten:

  1. Verfügt der Berater über eine Zulassung für Gründercoachings? Das ist vor allem wichtig, wenn Sie eine Förderung für das Coaching beantragen wollen.
  2. Kann der Coach Erfahrungen in Ihrer Branche vorweisen? Wie schon erwähnt, ist auch dieser Aspekt besonders wichtig, da viele Tipps und Tricks branchenspezifisch sind.
  3. Ist das Erstgespräch kostenfrei? Seriöse Coachings sind beim ersten Kennenlernen immer kostenlos.
  4. Können Sie sich Erfahrungen und Referenzen von anderen Gründern einholen? Das erlaubt Ihnen, sich ein Bild vom Berater machen zu können.

Außerdem sollten Sie bei der Auswahl des richtigen Coaches noch eine elementare Frage beantworten können: Was sagt Ihr Bauchgefühl? Sind Sie sich sympathisch oder besteht überhaupt keine persönliche Chemie zwischen Ihnen und dem Coach? Verneinen Sie die Frage, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Ihnen das Gründungsseminar eine große Stütze sein wird.

Wie finanziere ich ein Gründercoaching?

Gründercoachings sind nicht kostenlos. Doch gerade zu Beginn einer Selbstständigkeit sind finanzielle Ressourcen nur in begrenztem Umfang vorhanden. Junge Selbstständige haben jedoch die Möglichkeit, Förderungsmittel aus verschiedenen Förderprogrammen zu beantragen. Eine Übersicht finden Sie hier:

  • Vor der Gründung: Alle Bundesländer bieten Gründern Zuschüsse für ein Gründercoaching noch vor ihrer Existenzgründung an. Ein Beispiel ist hierbei Bayern: Der Freistaat übernimmt bis zu 70 Prozent der Kosten für ein Existenzgründercoaching. Aber auch Baden-Württemberg unterstützt Gründer mit sogenannten EXI-Gründungsgutscheinen, die bis zu 80 Prozent der Beratungskosten decken.
  • Nach der Gründung: Die Beratungsförderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt Unternehmen kleiner und mittlerer Größe, die ihren Sitz in Deutschland haben. Die Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Betrieb bereits angemeldet ist. Junge und etablierte Firmen sowie Unternehmen in Schwierigkeiten können sich dabei für Fördermittel bewerben. Die maximale Fördersumme richtet sich nach dem Alter des Betriebs und nach dem Bundesland, in dem das Gewerbe angemeldet ist.
Junge Unternehmen unter zwei Jahren Wenn der Betrieb noch nicht lange auf dem Markt ist, können sich Gründer für die Förderung eines Coachings bewerben, das höchstens 4.000 Euro kosten darf. Das BAFA übernimmt dabei in alten Bundesländern 50 Prozent, in der Region Lüneburg 60 Prozent und in den neuen Bundesländern (ohne Berlin und Leipzig) 80 Prozent der Kosten.

 

Bestandsunternehmen ab dem dritten Jahr Betriebe, die älter als zwei Jahre sind, können sich bis zu 3.000 Euro beraten lassen und dafür Fördermittel akquirieren. Die Förderanteile, die das BAFA übernimmt, sind dabei die gleichen wie bei jungen Unternehmen.
Betriebe in Schwierigkeiten Befindet sich ein Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten, gibt es auch dann Förderungsmittel vom BAFA. Eine Beratung von bis zu 3.000 Euro wird je nach Alter des Betriebs und Standort bis zu 90 Prozent bezuschusst.

 

Da sich die Höchstfördersumme je nach Bundesland unterscheidet, lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Existenzgründerprogramme des jeweiligen Landes, in dem Ihr Betrieb angemeldet ist, zu werfen. Die lokale Wirtschaftsförderung Ihrer Kommune, Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises können Ihnen bei der Suche nach Fördermitteln ebenfalls weiterhelfen.

Fazit: Gründerscoaching unbedingt nutzen

Gründungsseminare können eine wichtige Rolle vor und nach der Gründung spielen. Denn: Solche Coachings stellen Ihnen wichtige Informationen rund um die Existenzgründung systematisiert zur Verfügung. Das ist gebündeltes Know-how rund um die Selbstständigkeit.

Gleichzeitig ist ein Seminar mit mehreren Teilnehmern eine Austauschplattform, worüber Sie wichtige und hilfreiche Kontakte zu anderen Gründern aufbauen können. In puncto Finanzierung gibt es einige Anlaufpunkte für Existenzgründer, die sich je nach Bundesland unterscheiden. Es lohnt sich dabei definitiv, die Förderprogramme in den Fokus zu nehmen, da der Staat oder das jeweilige Bundesland bis zu 90 Prozent der Beratungskosten übernimmt.

Autor_in: Redaktion selbststaendig.com

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