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SEA und SEO für Selbstständige: Das müssen Sie wissen

© Devenorr – Shutterstock
SEA und SEO

Wer als Selbstständiger neue Kunden akquirieren möchte, setzt nicht selten auf Onlinemarketing. Häufig fallen dabei die Begriffe „SEA“ und „SEO“. In diesem Artikel lesen Sie, was es mit Search Engine Optimization (kurz: SEO) und Search Engine Advertising (kurz: SEA) auf sich hat. Erfahren Sie außerdem, wie sich die beiden unterscheiden, was Keywords sind und wie Sie als Selbstständiger von SEA und SEO profitieren können.

Search Engine: Die Relevanz der Suchmaschine

Was früher das Telefon- und Branchenbuch war, ist heute die Suchmaschine im Internet. Wer eine bestimmte Auskunft wünscht, gibt die Anfrage in eine Online-Suchmaschine ein. Nicht ohne Grund hat es der Begriff „googeln“ bereits im Jahr 2004 erstmalig in den Rechtschreibduden geschafft. Neben der bekanntesten Suchmaschine Google gibt es auch weitere Suchmaschinen – auf Englisch Search Engines genannt:

Was allen Suchmaschinen gemein ist: Sie werten die Anfrage aus und liefern basierend auf dem eingegebenen Suchbegriff ein Ergebnis. Wer sich selbst regelmäßig im Internet bewegt, weiß: Neben Wetter, Rezepten und Co. lassen sich auch Öffnungszeiten oder lokale Dienstleister googeln. Und gerade das ist für Selbstständige interessant.

Wichtiger Hinweis: Will man im Internet von potenziellen Kunden gut gefunden werden, braucht man nicht nur eine technisch einwandfreie Website, sondern muss auch finanzielle und zeitliche Ressourcen aufwenden.

 

SEA- und SEO-Maßnahmen ergeben jeweils für sich im Alleingang Sinn, sind aber ebenfalls kombinierbar und können bei Bedarf auch an einen externen Dienstleister outgesourct werden. Doch zuallererst: Was ist SEA und SEO eigentlich?

Search Engine Advertising: Was ist SEA?

Wie bereits erläutert, steht das Akronym SEA für „Search Engine Advertising“, auf Deutsch: Suchmaschinenwerbung. Der Fokus liegt also hier auf der Suchmaschine. Im Zentrum des Interesses stehen bei SEA bezahlte Werbeanzeigen, die in der Liste der Suchergebnisse an erster Stelle bzw. prominent platziert sind.

In der Suchmaschine Google erkennt man diese bezahlten Anzeigen an dem kleinen Zusatz „Anzeige“, der sich vor der URL im Suchergebnis befindet. Bei allen bekannten Suchmaschinen lassen sich Anzeigenpakete buchen – je nach Search Engine unterscheiden sich die Produktnamen:

  • Google: Google AdWords
  • Bing: Bing Ads
  • Yandex: Yandex.Advertising

Mit einem Kundenzugriff loggt man sich in den Anzeigenbereich ein. Dort besteht die Möglichkeit, Suchmaschinenwerbung zu schalten. Doch was ist hierbei wichtig?

Suchmaschinenwerbung und Keywords

Der Werbetreibende überlegt sich zuerst, welche sogenannten „Keywords“ wichtig sind. Dabei handelt es sich um die Schlagwörter, die ein potenzieller Kunde in die Suchleiste der Suchmaschine eingibt. Wer beispielsweise eine Schreinerei in München hat, entscheidet sich für die Kombination der Wörter „Schreiner“ und „München“.

Das klingt auf den ersten Blick nicht besonders komplex. Die verschiedenen Variationen der Keyword-Kombinationen sowie die stark abweichenden Schlagwortpreise, die von der Beliebtheit und der Suchhäufigkeit abhängen, machen Suchmaschinenwerbung jedoch zu einer umfassenden Aufgabe, auf die sich zahlreiche Agenturen spezialisiert haben.

Wer profitiert von SEA?

Suchmaschinenwerbung dient vielerlei Zwecken. Wer beispielsweise als lokales Unternehmen – egal ob Dienstleistung oder Handel – mehr Bekanntheit erlangen möchte, kann kostenpflichtige Anzeigen schalten. Ein wichtiger Bestandteil ist bei der Keywords-Zusammensetzung dann jeweils der Ortsname oder der Name der relevanten Region.

Auch der Onlinehandel kann von Suchmaschinenwerbung profitieren. Der Fokus bei den Schlagworten liegt dann vermehrt auf den Artikeln, die verkauft werden sollen. Suchmaschinenwerbung lässt sich aber auch für Employer Branding nutzen – beispielsweise dann, wenn eine Arbeitgebermarke bekannter gemacht werden soll.

Search Engine Optimization: Was ist SEO?

Keywords sind auch im Zusammenhang mit Search Engine Optimization, sogenannter Suchmaschinenoptimierung, von Relevanz. Wer ein Schlagwort in die Suchmaschine eingibt, erhält nicht nur bezahlte Anzeigen, sondern auch sogenannte organische Suchergebnisse. Das sind besonders gute bzw. besonders gut optimierte Seiten, die zum eingegebenen Keyword passen.

Der Grundgedanke hinter SEO: Durch gute Inhalte und einen optimalen technischen Unterbau sollen Webseiten – vollkommen ohne SEA – auf die vorderen Plätze der Suchergebnisse rutschen.

Wichtiger Hinweis: In der Regel sind die ersten Plätze immer für Suchmaschinenwerbung (SEA) reserviert. Ab Position 4 auf der Ergebnisseite spricht man von einem sehr guten „organischen Ranking“. Der Vorteil von SEO besteht also darin, ohne zusätzliche finanzielle Mittel, gut gefunden zu werden.

 

Wie weit vorn eine Website auf der Suchergebnisliste ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die genaue Gewichtung der SEO-Faktoren ist nicht öffentliche bekannt – sie zählt zu den Interna eines Suchmaschinenunternehmens. Dennoch lassen sich allgemeingültige Aussagen treffen – das liegt daran, dass zahlreiche Agenturen Tests fahren und so versuchen, hinter die SEO Kriterien der Suchmaschine zu kommen.

SEO Kriterien: Gut gefunden werden

Die verschiedenen einzelnen SEO Kriterien sind also identifizierbar. Generell unterscheidet man zwischen der sogenannten Onpage SEO und Offpage SEO. Die Begriffe sind eigentlich selbsterklärend. Unter Onpage-Optimierung versteht man alles, was sich auf der Seite befindet: Vornehmlich geht es also um die Inhalte, den sogenannten Content.

Wichtig ist hier nicht nur eine ausgewogene Verwendung der Keywords, sondern auch der Gehalt der Seite:

  • Liefert die Website dem Nutzer Mehrwert?
  • Findet er dort Antworten auf seine Fragen?
  • Ist die Seite mobil optimiert?

Gut durchstrukturiere Inhalte sind ebenfalls wichtig. Dazu zählt auch die korrekte Verwendung der Überschriften und ihrer Hierarchien sowie eine gute Lesbarkeit.

Wichtiger Hinweis: Verschachtelte Sätze oder Fachsprache sind nicht nutzerfreundlich. Auch die Übersicht geht dadurch verloren. Das wirkt sich negativ auf das Ranking aus.

 

Offpage-Optimierung setzt an technischer und externer Stelle an – also nicht direkt bei den Inhalten, sondern außerhalb der Seite. Dazu gehören zum Beispiel Backlinks. Das sind Links, die auf die eigene Seite verweisen. Auch Social Signals, Erwähnungen in den sozialen Netzwerken, gzählen zu den Offpage-Ranking-Faktoren.

Ist SEO für mich wichtig?

SEO ist eine Möglichkeit, um auch ohne großes Werbebudget, eine gute Position in der Liste der Suchergebnisse zu erlangen. Dabei lassen sich einzelne Optimierungsmaßnahmen auch gut selbst durchführen. Dazu zählt:

  • Die Überarbeitung der Inhalte (Einbau von Synonymen, strukturierenden Elementen)
  • Einfügen einer Überschriften-Hierarchie
  • Einbau von internen Links

Geht es um technische Kniffe, zum Beispiel die Verbesserung der Ladezeiten, kommen viele jedoch nicht umhin, einen Techniker oder einen Web-Spezialisten zu beauftragen.

Die Umsetzung von suchmaschinenrelevanten Optimierungen eignet sich deshalb für alle, die eine eigene Webseite haben. Mit der Verbesserung der Inhalte geht auch ein weiterer Vorteil einher: Die Nutzer – also die Besucher Ihrer Seite – erhalten gut aufbereitete Informationen, die schlussendlich auch die Kaufentscheidung bzw. die Entscheidung für ein Unternehmen (positiv) mit beeinflussen.

SEO vs. SEA: Das müssen Selbstständige wissen

Sowohl SEO als auch SEA kann man selbst durchführen. Hierbei gibt es jedoch eine kleine Einschränkung: Wer auf Websites aus sogenannten Baukästen-Systemen zurückgreift, hat Struktur und Technik oft schon vorgegeben. Im Bereich Suchmaschinenoptimierung stehen einer Baukastenseite deshalb nicht immer alle SEO-Möglichkeiten offen. Das liegt in erster Linie an der Baukasten-eigenen Struktur.

Dennoch: SEO- und SEA-Maßnahmen lassen sich selbst realisieren. Während Suchmaschinenoptimierung nur Zeit in Anspruch nimmt, müssen Sie für Suchmaschinenwerbung auch ein Werbebudget einplanen. Neben zeitlichen Ressourcen fällt für SEA dann auch noch zusätzlicher finanzieller Aufwand an.

SEA und das damit verbundene Werbebudget kann sich aber durchaus lohnen. Befindet sich Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt auf Rang 1 bis 3 der Suchergebnisse, wird es deutlich besser gefunden. Damit gehen neue Kunden einher. Zudem steigt der Wiedererkennungswert Ihrer Marke.

SEA und SEO: Agentur beauftragen oder selbst angehen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer selbst ausreichend Zeit und Muse hat, sich in die SEA- und SEO-Welt einzuarbeiten, kann eigene Kampagnen auf den Weg bringen und auswerten. Somit sparen Sie sich die anfallenden Kosten für die Dienstleistung und können auf Entwicklungen – beispielsweise zu viel Kundenzulauf oder Auftragstief – zügig reagieren.

Gleichzeitig sollten Sie nicht vernachlässigen, dass es durchaus Sinn ergibt, einige Aufgaben outzusourcen, um mehr Zeit für das eigene Kerngeschäft aufbringen zu können. Typische Bereiche, die häufig ausgelagert werden, sind die Buchhaltung oder Marketing-Aufgaben. Der Vorteil: Spezialisierte Dienstleister sind Experten in ihrem Fachgebiet und kümmern sich um Ihr Anliegen – Sie wissen sich dabei in guten und kompetenten Händen und können sich auf Ihr eigenes Spezialgebiet konzentrieren. Eine Win-win-Situation.

Autor_in: Johanna Wirsing

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