E-Mail Marketing – Werbemittel

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E-Mail Marketing

Über Newsletter und Mailings können Firmen im Rahmen des E-Mail Marketings effektiv und ohne große Kosten Marketing für die eigenen Produkte und Dienstleistungen betreiben. Dies gilt gerade auch in den Zeiten von Social Media-Strategien: Neben der klassischen Werbung ist damit das E-Mail Marketing eine eigenständige Säule und zählt zu den wichtigen Eckpfeilern auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Marketingstrategie.

Auch, wenn die sozialen Medien wie Facebook, Instagram & Co. bei der Verbreitung von zielgruppenrelevanten Informationen immer mehr an Bedeutung gewinnen: Das E-Mail Marketing gehört nach wie vor zu den wichtigsten Hebeln bei der direkten Kundenansprache. Hier haben Unternehmen jeder Größe in der Vergangenheit oft unterschätzt, wie wichtig und mächtig ein gutes E-Mail Marketing sein kann.

Dabei stehen Ihnen als Unternehmer hier viele Optionen zur Verfügung: Ob regelmäßig versandte Newsletter oder anlass- und produktbezogene Werbemails – das klassische Content-Angebot hat sich gerade auch neben den sozialen Netzwerken etabliert und bewährt.

Wichtig zu wissen: Wenn Sie in Ihrem Unternehmen möglichst effektiv werben wollen, dann sollten Sie auch das E-Mail Marketing in Ihren Marketingmix aufnehmen. Je nach Zielgruppe sind Newsletter und Mailings oft noch immer die einzigen Maßnahmen, mit denen Sie Ihre User erreichen!

Was ist E-Mail Marketing überhaupt?

Das Marketing über E-Mails gehört aus technischer Sicht zum Online-Marketing. Es basiert auf dem Versenden von E-Mails – also dem Verschicken von digitalen Nachrichten an bereits vorhandene Kunden, aber auch an potenzielle Interessenten.

Das E-Mail Marketing wird sowohl im B2C-Bereich (Business to Customer, also Beziehung zwischen Unternehmen und Privatperson) als auch im B2B-Bereich (Business to Business, also Beziehung zwischen Unternehmen) genutzt. Hier haben Sie als Anwender folgende Möglichkeiten:

  1. E-Mailing: Das E-Mailing kommt zum Einsatz, wenn es Neuigkeiten gibt oder es etwas Nennenswertes aus dem Unternehmen zu berichten gibt. Die Mails werden dabei nicht regelmäßig verschickt. Häufig nutzen Unternehmen das E-Mailing zum Beispiel zum Versenden von Weihnachtsgrüßen oder um Content auf anderen Kanälen zu promoten.
  2. Newsletter: Newsletter kommen in einer bestimmten Regelmäßigkeit zum Einsatz. Sie berichten wöchentlich oder monatlich über aktuelle Entwicklungen und informieren häufig kurz und knapp über bevorstehende Entwicklungen.

Was muss ich beim E-Mail Marketing beachten?

Wie auch alle anderen Marketingmaßnahmen folgt auch das E-Mail Marketing einer eigenen Gesetzmäßigkeit. Nur, wenn Sie diese beachten, können Sie per Mail erfolgreich eine bessere Kundenbindung erzielen und Interessenten in Kunden verwandeln.

Wichtig zu wissen: Jede Mail, die Sie im Rahmen des E-Mail Marketings verschicken, ist nach dem Willen des Gesetzgebers eine gewerbliche E-Mail. Damit ist auch § 6 des Telemediengesetzes (kurz: TMG) einschlägig: Dieses ist wichtig, wenn es um die Formulierung der Betreffzeile Ihres Newsletters geht. Demnach ist es untersagt, irreführende Betreffzeilen einzusetzen: Dem Empfänger der E-Mail muss klar sein, dass es sich um eine kommerzielle Nachricht handelt.

 

Erfolgreiche Newsletter und E-Mailings enthalten mindestens einen CTA (Call to Action). Ein CTA ist eine Handlungsaufforderung, die Sie zum Beispiel über einen Button in Ihre Mail einbinden können. Er führt normalerweise auf eine sogenannte Landing Page, die explizit auf ein bestimmtes Angebot ausgerichtet ist.

Unser Formulierungsbeispiel zeigt einige CTAs, die häufig beim E-Mail Marketing eingesetzt werden.

  • „Jetzt kaufen!“
  • „Hier klicken, um weitere Informationen zu erhalten!“
  • „Interessiert? Dann klicken Sie hier, um gleich zuzuschlagen!“
  • „Jetzt kostenlos starten“
  • „30 Tage kostenlos testen“

E-Mail Marketing und die DSGVO

Nicht zuletzt durch die Datenschutzgrundverordnung (oder kurz: DSGVO) hat das E-Mail Marketing eine völlige Neuausrichtung erfahren. Nicht wenige Unternehmen haben das E-Mail Marketing sogar komplett eingestellt – aus Angst vor Abmahnungen und hohen Bußgeldern. Das betrifft insbesondere die Frage, wie Sie als Unternehmer überhaupt an E-Mail Adressen kommen, um Ihre Newsletter und E-Mailings zu verschicken.
Während vor der DSGVO vor allem das TMG, das Bundesdatenschutzgesetz (kurz: BDSG) und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (kurz: UWG) einschlägig waren, ist durch die europäische Regelung nun primär die Datenschutzgrundverordnung von Bedeutung. Sie gilt in Deutschland als nationales Recht und ist nicht nur bei Online-Maßnahmen, sondern auch im Offline-Bereich verbindlich und bindend.
Wichtig zu wissen: Die DSGVO ist dann einschlägig, wenn es um personenbezogene Daten geht. Diese werden durch Art. 4 Absatz 1 der Datenschutzgrundverordnung näher definiert. Dazu gehören unstrittig alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Wichtigstes Merkmal ist demnach, ob durch die erhobenen Daten ein Personenbezug hergestellt werden kann. Beim E-Mail Marketing ist dieses Merkmal ganz ohne Zweifel gegeben, denn: Die bei der Anmeldung abgefragten Daten ermöglichen regelmäßig einen eindeutigen Personenbezug.

 

Möchten Sie Daten verarbeiten, dann ist das gemäß der DSGVO nur dann zulässig, wenn

  • die Verarbeitung durch einen gesetzlichen Tatbestand ausdrücklich erlaubt ist oder
  • der Nutzer in die Verarbeitung eingewilligt hat.

Genau durch das Erfordernis der Einwilligung entstehen beim E-Mail Marketing die meisten Schwierigkeiten. Die DSGVO verlangt dafür nämlich eine aufgeklärte Willenserklärung des Users in die Datenerhebung und -verarbeitung – Pauschaleinwilligungen sind damit genauso unzulässig wie eine Einwilligung, die ohne genaue Information über die Datenerhebung und -verarbeitung erfolgt ist.

Wie kann ich als Unternehmer DSGVO-konform E-Mail Adressen sammeln?

Für das datenschutzkonforme Sammeln von E-Mail Adressen gelten daher unter anderem folgende Grundsätze:

  1. Informierte Einwilligung: Die Einwilligung erfolgt auf der Grundlage der Information, welche Daten zu welchem Zweck erhoben und verarbeitet werden. Dabei sind Sie als Unternehmer dazu verpflichtet, hier so detailliert wie möglich zu informieren.
  2. Opt-In statt Opt-Out-Verfahren: Das sogenannte Opt-Out-Verfahren bezeichnet den Vorgang, bei dem ein User eine bestimmte Option deaktivieren muss. Entsprechend bezeichnet man das positive Bestätigen einer Option als Opt-In-Verfahren. Für die Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten beim E-Mail Marketing reicht nach dem Willen des Gesetzgebers das Opt-Out-Verfahren nicht aus. Die DSGVO verlangt vielmehr eine aktive Bestätigung des Users in Form eines Opt-In-Verfahrens.
  3. Nachweispflicht: Art. 7 Absatz 1 der DSGVO verpflichtet Webseitenbetreiber zum Nachweis, dass der Webseitenuser in die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten eingewilligt hat.

Wie sieht gutes E-Mail Marketing aus?

Experten raten gerade auch angesichts von viralen Social Media-Kampagnen weiterhin zum Ausbau des eigenen E-Mail Marketings. Denken Sie dabei aber daran, dass auch E-Mail Marketing nur dann erfolgreich sein kann, wenn Sie einige wenige Parameter beachten. Studien zeigen: Nur rund 50 Prozent der verschickten Newsletter und Mailings werden überhaupt vom Empfänger geöffnet. Sie sind als Unternehmer daher gefragt, hier ansprechenden Content zu generieren, der schon in der Betreffzeile Lust auf „mehr“ macht!

Nutzen Sie die folgenden Strategien, um auch beim E-Mail Marketing ganz vorne mitzumischen:

  • Kurze Betreffzeile: Eindeutig, aber kurz – in der Betreffzeile machen Sie in Newslettern und Mailings Appetit auf den Rest der Mail. Optimal sind persönliche Betreffzeilen – dies lässt sich über das Programm bzw. den Anbieter einrichten.
  • Optimaler Versandzeitpunkt: Am Wochenende liest niemand Ihre E-Mails – da sind die Leute nämlich oft gar nicht im E-Mail Postfach unterwegs. In Untersuchungen hat sich gezeigt, dass sich der Montag besonders für den Versand von E-Mails eignet – terminieren Sie Ihr E-Mail Marketing entsprechend!
  • Responsives Design: E-Mails werden schon lange nicht mehr nur auf stationären Computern abgerufen. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihre Mails auch auf einem Mobilgerät optimal zu lesen sind.
  • Teilen erwünscht: Je interessanter der Inhalt Ihrer Mails, desto ausgeprägter ist der Wunsch, diese auch mit Freunden oder Kollegen zu teilen. Nutzen Sie Buttons, über die ein Teilen einfach und unkompliziert möglich ist – denken Sie daran, dass dies ganz besonders in Ihrem eigenen Interesse liegt!

Autor_in: Susanne Khammar

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