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Facebook-Gruppen: So bauen Sie eine Online-Community auf

© REDPIXEL | Adobe Stock

Es ist teuer und technisch sehr komplex, eine eigene Plattform zu betreiben, um eine Online-Community aufzubauen. Zum Glück ist das auch gar nicht nötig, denn Facebook stellt mit der Gruppenfunktion alles bereit, das Sie brauchen, um mit Ihrer Zielgruppe zu interagieren und eine eigene Marke aufzubauen. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie eine Gruppe zu Ihre Firmen-Fanpage erstellen.

    Wie Sie Facebook-Gruppen zu Marketing-Zwecken einsetzen

    Gruppen auf Facebook sind ein separater Bereich, in dem sich Mitglieder unterhalten, Veranstaltungen planen, Fotos teilen können und vieles mehr. Das klingt nach Hobby, aber für Ihr Marketing und Ihren Online-Auftritt ist es hoch interessant. Rund 1,4 Milliarden Nutzer sind regelmäßig in Facebook-Gruppen aktiv. Die Bandbreite ist dabei enorm: Es gibt Gruppen für nahezu jedes Themengebiet und jedes noch so spezielle Hobby, denn es sind ca. 10 Millionen Gruppen.

    Gruppen wachsen ständig nach, unterstützt durch eine große Facebook-Kampagne mit ansprechenden Motiven, die auf diese Möglichkeit aufmerksam macht. Ein Grund ist, dass die in Gruppen ausgespielten Inhalte eine sehr gute Chance haben, wahrgenommen zu werden. Das gilt natürlich auch für Ihre, wenn Sie es geschickt anstellen.

    Sie können mit Mitgliedern der Gruppe entweder über Ihre Seite oder als Sie selbst interagieren, die Facebook-Gruppe kann öffentlich einsehbar oder eine geschlossene Angelegenheit sein. Das Thema der Gruppe sollte Kunden einen Mehrwert und maßgeschneiderte Inhalte passend zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen bieten.

    So erstellen Sie Ihre eigene Facebook-Gruppe in 10 Schritten:

    1. Bei Facebook anmelden bzw. einloggen.
    2. Erstellen Sie eine Fanpage für Ihre Firma, falls noch nicht vorhanden.
    3. Auf Ihrer Firmen-Fanpage auf den Seitenlink zu „Community“ gehen.
    4. An den Top Fans vorbei nach unten scrollen und auf „Gruppe erstellen“ gehen.
    5. Einen passenden, ansprechenden Gruppennamen festlegen.
    6. „Privatsphäre“-Einstellung „öffentlich“, „geschlossen“ oder „geheim“ auswählen.
    7. Mindestens ein Mitglied aus der Freundesliste hinzufügen.
    8. Die Gruppe mit Beschreibung, passendem Logo oder Titelbild und weiteren Einstellungen personalisieren.
    9. Dann erst auf „Gruppe erstellen“ klicken.
    10. Schreiben Sie einen Eröffnungsbeitrag und legen Sie fest, wer alles hineindarf und ob die Moderation erst Antworten auf ein paar Fragen haben will.

    Bevor Sie eine eigene Gruppe gründen, solltest Sie sich aber in erfolgreichen anderen Communities umsehen, wie die Stimmung ist und sich von Moderatoren inspirieren lassen. Sie können in bis zu 6.000 Gruppen eintreten, da ist bestimmt was für Sie dabei.

    Besonders spannend: In Gruppen integriertes Mentoring-Programm

    Der Austausch in Facebook-Gruppen wird gleich noch auf ein ganz neues Level gehoben durch die Möglichkeit, sich als Mentor anzubieten oder einen zu suchen (mehr Infos findest du hier)

    Wenn Sie den „Mentorship“-Tab zu Ihrer Gruppe hinzufügen möchten, müssen Sie der Administrator der Gruppe sein und nicht nur ein Moderator. So können Sie in Ihrer Gruppe den „Mentorship“-Tab hinzufügen oder ihn wieder daraus entfernen:

    • Klicken Sie im News Feed im linken Menü auf Gruppen und wählen Sie die Gruppe aus.
    • Klicken Sie unter dem Titelbild auf „Mehr“ und wählen Sie Gruppeneinstellungen bearbeiten aus.
    • Scrollen Sie nach unten zu „Bereiche“.
    • Klicken Sie neben Mentoring auf „Hinzufügen“ oder auf „Entfernen“.
    • Scrollen Sie nach unten und klicken Sie dann auf Speichern.

    Noch eine Funktion, die sich an- oder ausschalten lässt: Die An- und Verkaufsgruppe

    Eine An- und Verkaufsgruppe funktioniert wie eine herkömmliche Gruppe, außer dass Mitglieder darin die folgenden Möglichkeiten haben: Artikel zum Verkauf inserieren, Artikel als verkauft markieren, zum Verkauf angebotene Artikel gezielt suchen.

    Zahlreiche Vorteile von Facebook-Gruppen

    Für Sie als »Betreiber« einer Facebook Community in Gruppenform liegen die Vorteile auf der Hand: Sie müssen sich nicht um Hosting, Wartung und Updates der Technik kümmern, sondern können die Gruppe kostenfrei nutzen. Die Suche und die anderen Funktionen von Facebook müssen von den Teilnehmenden nicht mehr erlernt werden. Sie können eine Gruppen-Netiquette festlegen und beim Eintritt abfragen, ob die Menschen die Regeln akzeptieren. An- und Abmeldung inklusive Einladungsprozess sind durchorganisiert und der Zugriff mit dem Smartphone mühelos.

    Doch nicht alles ist mühelos. Vor allem die Betreuung einer Gruppe sollten Sie nicht schleifen lassen. Zum Glück kann man Mit-Moderatoren ernennen, ohne die Zügel aus der Hand zu geben. Gut laufende Gruppen sind ganz unglaublich lohnend für Marken- und Community-Aufbau, wenn diese Vorgehensweise zum Angebot passt. Was nicht geschehen wird, ist der große Produktverkauf über die Gruppe, der wird sich auf Aktionen und Sonderangebote beschränken.

    Ist eine Facebook-Gruppe also etwas für Sie? Das können nur Sie entscheiden. Am meisten wird sie Ihnen bringen, wenn Sie sich dort über Themen austauschen können, für die Sie sowieso schon brennen.

    10 Fakten über Facebook-Gruppen die Sie noch wissen sollten:

    1. Informationen über die Zielgruppe sammeln ist angesagt: Facebook-Gruppen eignen sich außerdem hervorragend zur Marktforschung.
    2. Expertenstatus aufbauen ist einfach – Sie können durch Informationen Ihre Expertise beweisen und kompetent auf Fragen antworten.
    3. Mehr organische Reichweite ohne bezahlte Anzeigen ist möglich, weil Nutzer genau dort sind, wo sie das Thema schon interessiert.
    4. Über eine Gruppe auf Facebook können Sie aus einer eher abstrakten Zielgruppe eine treue Community zu Ihrer Marke zu machen.
    5. Es ist Ihre Zielgruppe, aber die Plattform gehört Facebook und dessen Regelungen und AGB sind Sie grundsätzlich immer unterworfen.
    6. Trolle, Spammer und andere Störenfriede wie Trittbrettfahrer tauchen unweigerlich auf, sobald Ihre Gruppe erfolgreich ist.
    7. Wer sich in Ihrer geschlossenen Gruppe tummelt, hat ein Gefühl von Exklusivität und Zugehörigkeit und ist damit ansprechbarer.
    8. Platte direkte Werbung ist out, sonst verlieren Sie die neuen Mitlesenden in Ihrer Gruppe sofort wieder. Das macht das Erwirtschaften von Umsatz nicht einfacher.
    9. Regelmäßig neue Inhalte für Ihre Zielgruppe sind Voraussetzung für Interaktion. Alle anderen Beiträge von Gästen müssen Sie auf Gesetzestreue überwachen.
    10. Es kostet sehr viel Zeit, eine Gruppe vernünftig aufzubauen und nur mit guter Betreuung ergibt eine Gruppe auch einen Sinn.

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