Mit Influencer Marketing zum Unternehmenserfolg!

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Influencer Marketing

Influencer sind die neuen Werbestars und nutzen vor allem die Plattform Instagram für ihre Postings. Durch die scheinbare Nähe zur Zielgruppe sorgt Influencer Marketing für mehr Glaubwürdigkeit und Aufmerksamkeit - insbesondere bei den jüngeren Generationen. Als Unternehmer können Sie durch die Zusammenarbeit mit Influencern auch Ihre eigene Marke nach vorne bringen: Wir zeigen, was es dabei zu beachten gilt!

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen allgemeines Interesse bei Kunden und / oder Auftraggebern wecken oder aber mit Ihrem Unternehmen ein neues Produkt / eine neue Dienstleistung auf den Markt bringen wollen, dann ist Influencer Marketing für Sie eine tolle Möglichkeit. Influencer Marketing hat sich als Marketingmaßnahme in den sozialen Netzwerken schon seit langem etabliert. Besonders gut funktioniert diese Maßnahme auf der Plattform Instagram: Sie gilt als Influencer-Netzwerk Nr. 1. Nicht nur regional, sondern auch international ausgerichtete Unternehmen nehmen sich hier einflussreiche Partner zur Seite und bewerben so das eigene Angebot.

Influencer nehmen gerade bei jüngeren Generationen oft auch eine Vorbildfunktion ein. Sie setzen Trends und sind besonders in ihrer Wirkung auf Heranwachsende und Jugendliche von enormer Überzeugungskraft.

Welche Formen gibt es beim Influencer Marketing?

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit Influencern interessieren, dann stellt sich zuerst die Frage, was Sie mit dieser Zusammenarbeit überhaupt erreichen wollen. Influencer können Ihnen nämlich nicht nur für eine einzelne Kampagne zur Seite stehen, sondern auch für langfristige Kooperationen oder bei der kontinuierlichen Entwicklung von Reichweite auf den verschiedenen Kanälen.

Wichtig zu wissen: Jeder Influencer vermittelt ein bestimmtes Image. Dieses kann, muss aber nicht zwangsläufig auch zu Ihrem Unternehmen oder Ihren Produkten passen. Unterschätzen Sie nie, dass Influencer Marketing bei einem Brand Positioning (also bei der Neupositionierung einer Marke auf dem Markt) auch eine negative Wirkung zeigen kann. Diese Gefahr ist gerade dann gegeben, wenn Influencer und Unternehmen keinen Schnittpunkt aufweisen – hier gab es in der Vergangenheit schon häufiger peinliche Pannen.

 

Als Unternehmen gibt es zahlreiche Optionen, um mit Influencern das eigene Marketing voranzubringen:

  • Sie können Influencern Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen.
  • Durch Kooperationen können die Influencer über Ihre Produkte und Dienstleistungen berichten.
  • Sie können Influencer als Testimonials buchen und diese in Erfahrungsberichten über Ihre Produkte berichten lassen.

Warum ist Influencer Marketing für mein Unternehmen sinnvoll?

Influencer treten in erster Linie als Verbraucher auf und nicht als Werbefiguren. Das bewirkt eine große Glaubwürdigkeit: User bekommen den Eindruck, dass das Gezeigte ohne Einschränkung auf Ihr eigenes Leben übertragbar ist. Dazu gehört auch, dass durch gezielte Kampagnen Influencer auch Trends im Internet ohne großen Aufwand verbreiten können. Besonders häufig ist das im Modebereich der Fall: Kleidungsstücke und Accessoires, die von einem bekannten Influencer über den eigenen Account promotet werden, verzeichnen erfahrungsgemäß eine enorm gesteigerte Nachfrage.

Mit welchen Influencern können Sie zusammenarbeiten?

Bei einem aufmerksamen Blick in die sozialen Netzwerke fallen Ihnen bestimmt schon Influencer auf, mit denen sich eine Zusammenarbeit anbietet – und vielleicht folgen Sie ja auch selbst aktiv einigen Influencern. Wenn Sie als Unternehmer ins Influencer Marketing einsteigen wollen, dann sollten Sie hier eingehende Recherchen anstreben. Vergessen Sie dabei nicht, dass Influencer täglich eine Vielzahl an Anfragen bekommen: Als Unternehmer müssen Sie sich auch hier eindeutig positionieren und echtes Interesse wecken.

Für den Erfolg einer Influencer Kampagne sind aber auch die vertraglichen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Bedeutung.

Wichtig zu wissen: Auch, wenn das Influencer Marketing nach außen hin völlig zwanglos erscheint – dahinter steckt ein knallhartes Marketing-Konzept. Das sollten Sie als Unternehmer beachten, wenn Sie diese Art der Werbung für sich in Erwägung ziehen. Influencer sind Geschäftspartner: Damit sind vertragliche Absprachen hier ebenso wichtig wie bei allen anderen Partnern im wirtschaftlichen Miteinander.

Tipps für die Zusammenarbeit mit Influencern

Im Rahmen des Influencer Marketings hat es sich bewährt, zusammen ein kreatives Konzept zu entwickeln. Dies ist auch darin begründet, da Influencer in der Regel selbst eine große Portion an Kreativität beisteuern. Nutzen Sie diese zusätzliche Ressource!

Daneben helfen aber auch die folgenden Tipps bei der Zusammenarbeit mit Influencern:

  1. Erstellen Sie zusammen mit dem Influencer einen Redaktionsplan: Legen Sie darin fest, was wann wie und wo veröffentlicht wird. Ein Redaktionsplan sollte auch eine Aufstellung enthalten, wie viele Postings es zu welchen Bedingungen auf welchen Kanälen geben wird.
  2. Verzichten Sie auf inhaltliche Vorgaben: Setzen Sie vielmehr auf den kreativen Input des Influencers – dieser ist mit seiner Zielgruppe vertraut (die nicht zwangsläufig identisch ist mit Ihrer Zielgruppe) und weiß daher, was besonders gut bei seinen Followern ankommt.
  3. Wählen Sie Influencer sorgfältig aus: Diese sollten auch langfristig zu Ihrer Marke bzw. Ihrem Unternehmen passen.
  4. Setzen Sie auf Relevanz: Eine große Zahl an Followern ist toll – sollte aber für Sie als Unternehmer nicht das einzige Kriterium zur Auswahl des passenden Influencers sein. Viel wichtiger ist die Relevanz des Influencers in der jeweiligen Zielgruppe: Hier sollten Sie schon im Vorfeld entsprechende Analysen durchführen.
  5. Profitieren Sie vom Feedback der Community: Influencer Marketing führt sehr schnell zu Feedback in Bezug auf die eigene Marke. Dieses kann auch negativ sein: Nutzen Sie es für Verbesserungen!

Wo finde ich als Unternehmer Influencer für eine Zusammenarbeit?

Um den passenden Influencer für Ihre Marketingmaßnahmen zu finden, bieten sich unterschiedliche Tools an. Diese helfen dabei, Influencer zu identifizieren und geben über unterschiedliche Eckdaten Auskunft über Relevanz und Reichweite. Zu den bekanntesten Tools für das Influencer Marketing gehören:

  • Tapinfluence: Die Datenbank ist nach Kategorien sortiert und zeigt Unternehmen so passende Partner an. Vorteil: Sowohl für Unternehmer als auch für Influencer bietet die Datenbank eine Plattform, auf der Kooperationen angebahnt werden können – daher ist Tapinfluence für beide Seiten von großem Interesse.
  • InfluencerDB: Auch bei InfluencerDB können Sie nach Influencern auf der ganzen Welt und in ganz unterschiedlichen Kategorien suchen. Vorteil: Über detaillierte Analysen haben Sie hier nicht nur Einblick in Hashtags und Verlinkungen, sondern auch über Wachstum und Prognose des jeweiligen Influencers.

Rechtliche Aspekte beim Influencer Marketing

Influencer haben in der Vergangenheit ihre Follower oft im Unklaren darüber gelassen, dass sie überhaupt Marketing betreiben. Die Produktvermarktung war in vielen Fällen gar nicht erkennbar und nur durch den Hashtag #ad ersichtlich. Das sogenannte Vreni-Frost-Urteil des Berliner Landgerichts hat hier im vergangenen Jahr für hohe Wellen gesorgt. Demnach sollte ungekennzeichnete Werbung auf Instagram eine Verletzung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (kurz: UWG) darstellen – und entsprechende Sanktionen nach sich ziehen. Dem Urteil nach dürften somit nur redaktionelle Posts, für die keine Kooperation bestehen, nicht als Werbung gekennzeichnet werden.

Da Influencer im Nachgang des Urteils zu Recht befürchteten, Adressaten von Abmahnungen zu werden, hat das Markieren von Postings als Werbung auf Instagram in den letzten Monaten deutlich zugenommen.

Wichtig zu wissen: In der Frage um Werbekennzeichnungen von Instagram-Post hat sich die erwähnte Bloggerin Vreni Frost an die nächsthöhere Instanz gewendet – und hier Recht bekommen. Das Kammergericht Berlin hob in einer aktuellen Entscheidung vom 9. Januar 2018 das vorinstanzliche Urteil auf. Damit ist nun nicht mehr jeder Post mit Vertaggung (also Verlinkung auf Unternehmer-Accounts) auch als Werbung zu kennzeichnen. Es bleibt zu erwarten, ob hier nicht noch weitere Instanzen angerufen werden. Unternehmer und Influencer sollten daher die Entwicklung in dem Bereich auch in den nächsten Monaten im Auge behalten.

 

Autor_in: Susanne Khammar

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