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Fortbildungsmöglichkeiten für Selbstständige

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Fortbildungsmöglichkeiten für Selbstständige

Sind die Schulzeit, die Ausbildung und das Studium beendet, möchte man erst einmal nicht mehr lernen. Dann kommt die Zeit, wo man endlich arbeiten und durchstarten will. Als Selbständiger muss man aktuelle Trends jedoch kennen. Vor allem, weil die meisten Geschäfte digital ablaufen, wird man ständig mit Veränderungen konfrontiert. Hier und da tun sich neue Trends auf. Darauf muss der Freiberufler entsprechend reagieren. Auch fachlich kann sich im eigenen Bereich schnell mal etwas ändern. Neue Technik wurde entwickelt. Vielleicht gibt es auch neue Gesetze, die in die tägliche Arbeit einfließen. Dann geht es nicht mehr nur darum, zu arbeiten und durchzustarten. Ein Weiterlernen ist nun unabdingbar. Allerdings gibt es Fortbildungsmöglichkeiten für Selbstständige und Freelancer nicht an jeder Ecke.

Eigeninitiative ist gefragt

Wer sich als Selbständiger weiterbilden möchte, muss vor allem Eigeninitiative zeigen. Das bezieht sich zum einen auf die Suche nach Fortbildungsmöglichkeiten und zum anderen auf die Kosten. In Unternehmen investieren Vorgesetzte in ihre Angestellten. Sie schaffen ihnen diverse Möglichkeiten für die Weiterbildung. Ein Freiberufler ist dafür selbst verantwortlich. Auch die Kosten muss er selber tragen.

Sich innerhalb der Branche austauschen

Zumeist sind Weiterbildungen für Selbständige sehr teuer. Auch wissen viele gar nicht, wo sie nach diesen Möglichkeiten suchen sollten. Der erste Weg sollte hier zu Gewerkschaften und Berufsverbänden führen. Dort kann man in geselliger Runde zusammen sitzen. Branchenkenner berichten über die neusten Entwicklungen. Bei diesem Informationsaustausch kann man als freiberuflich Tätiger schon vieles für sich mitnehmen. Ein weiterer Vorteil ist der Preisnachlass. Ist man Mitglied in einer Gewerkschaft oder einem Berufsverband, profitiert man oft von günstigeren Preisen.

Gemeinsam am Stammtisch diskutieren

Besonders beliebt auf informeller Ebene sind die sogenannten Stammtische. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um feucht fröhliche Gesellschaften. Vielmehr sind es Veranstaltungen, die von Freiberuflern für Freiberufler organisiert werden. Der Selbstständige erfährt dort in ungezwungener Atmosphäre, was es Neues in seiner Branche gibt. Diese Stammtische gibt es mittlerweile in zahlreichen Branchen. Auch werden sie inzwischen in den meisten großen deutschen Städten angeboten. Es handelt sich bei Stammtischen nicht um eine berufliche Weiterbildung. Sie dienen aber als Wegweiser dorthin.

Im Netz recherchieren lohnt sich immer

Als Freiberufler arbeitet man nahezu täglich im Internet. Dieses hilft auch bei der Suche nach Fortbildungsmöglichkeiten gezielt weiter. Hier haben sich verschiedene Datenbanken herauskristallisiert. Diese bieten Seminarmöglichkeiten in ganz Deutschland an. Die bekannteste dieser Datenbanken ist Kursnet. Diese Datenbank wird von der Bundesagentur für Arbeit angeboten. Übersichtlich findet der Selbständige hier Weiterbildungsmöglichkeiten auch in seiner Branche.

Wer sich einen allgemeinen Überblick verschaffen will, kann in das Info Web Weiterbildungen hineinschauen. Dort werden unter anderem verschiedene Weiterbildungsdatenbanken aufgelistet. Recherchiert der Freelancer selbst im Netzt, muss er sich den zeitlichen Faktor immer bewusst machen. Eine eigenständige Recherche ist sehr zeitintensiv. Auch kann man in dieser Zeit kein Geld verdienen. Damit die eigentliche Arbeit weiter laufen kann, sollte man sich seine Recherchezeit sehr gut einteilen.

Sich online weiterbilden

Ortsgebundene Seminare sind mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Eine Alternative dazu stellen sogenannte Onlinekurse dar. Auch hier gibt es mittlerweile ein großes Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten. Der Vorteil darin ist, dass der Selbständige sich flexibel bilden kann. Er ist an keinerlei Termine gebunden. Er kann sich seine Bildungseinheiten selbst einteilen. Dadurch erfährt die Flexibilität eine merkliche Erhöhung. Oft werden online auch Webinare abgehalten, zu denen man sich in einem virtuellen Konferenzraum trifft. Die gelehrten Inhalte können zudem mit anderen Kursteilnehmern besprochen werden.

Bei der Weiterbildung Kosten sparen

Egal, ob Abendschule, Fernstudium oder Webinar. All diese Weiterbildungsmöglichkeiten kosten Geld. Viele Freiberufler verdienen jedoch lediglich ihren Lebensunterhalt. Da ist das schwer verdiente Geld sinnvoll zu investieren. Es gibt heutzutage aber nicht nur Weiterbildungsmöglichkeiten, die viel Geld kosten. Selbständige können sich auch kostenlos fortbilden. Auch hierfür ist das Internet ein ideales Medium. Dort haben Anbieter wie Google sogar kostenlose Kurse bereitgestellt. Es handelt sich dabei häufig um Programme. Der Freiberufler lernt hier neue Tools und Softwareanwendungen kennen. Häufig sind dies sogar Softwarelösungen, die in den meisten großen Unternehmen Anwendung finden. Da das Angebot an kostenlosen Onlinekursen jedoch sehr groß ist, steht am Anfang ein umfassender Vergleich.

Mithören lohnt sich

Eine weitere Möglichkeit, um sich kostengünstig fortzubilden, bieten Livestreamings von Veranstaltungen. Viele Unternehmen stellen ihre Lerninhalte ins Internet. Der Selbstständige fühlt sich dann so, als wäre er live dabei. Die wichtigsten Inhalte kann er dann für sich herausfiltern.

Die Finanzierung sicherstellen

Die Finanzierung einer Weiterbildung bleibt jedoch ein Problem für selbstständig Tätige. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten. Damit Freiberufler Angestellten gleichgestellt sind, gewährt der Staat einen Zuschuss. So können Freiberufler beispielsweise eine Bildungsprämie beantragen. Dabei handelt es sich allerdings nur um einen geringfügigen Anteil. Dieser kann dann aber in die Finanzierung der Bildungseinheit einfließen. Pauschal lässt sich sagen, dass der Staat die Hälfte der Fortbildungskosten übernimmt. Allerdings muss der Antrag vor dem Weiterbildungsbeginn genehmigt worden sein. Den Zuschuss gibt es nur vorher. Eine nachtägliche Auszahlung der Bildungsprämie ist nicht möglich.

Wichtig ist auch, dass nicht jeder Selbstständige für die Bildungsprämie infrage kommt. So muss der Freiberufler nachweisen, dass er mindestens 15 Stunden in der Woche seiner Tätigkeit nachgeht. Zweitens muss er älter als 25 Jahre sein. Zudem darf das erzielte Jahreseinkommen den Wert von 20.000 € nicht übersteigen. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, bestehen gute Chancen auf die Gewährung der Bildungsprämie. Natürlich kann ein Selbständiger auch nicht so viele Bildungszuschüsse vom Staat beantragen wie er möchte. Wurde bereits einmal eine Prämie gewährt, ist ein Beratungsgespräch bei einer entsprechenden Stelle zu führen.

Weiterbildungen steuerlich geltend machen

Noch ein Tipp für Selbstständige, um Kosten zu sparen, ist die steuerliche Behandlung von Fortbildungskosten. Nahezu alle Weiterbildungskosten sind auf der jährlichen Steuererklärung absetzungsfähig. Hier sind die Kosten einfach als Betriebs- beziehungsweise Sonderausgaben geltend zu machen. Dies gilt übrigens auch für Fortbildungen, an denen man im Ausland teilgenommen hat.

Der Freiberufler muss dem Finanzamt jedoch nachweisen können, dass das Angebot ausschließlich aus beruflichen Gründen genutzt wurde. Ein zukünftiger Mehrwert für die Erwerbstätigkeit muss also zwingend gegeben sein. Der Freiberufler kann übrigens nicht nur die Kosten für die Weiterbildung an sich geltend machen. Das gleiche gilt auch für alle Kosten, die für Lehrmaterialien aufgewendet wurden. Auch Reisekosten können steuerlich Berücksichtigung finden.

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