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So entwickeln Sie als Selbstständiger Ihre Geschäftsidee

© fotolia | Tomertu

Die Suche nach der richtigen Geschäftsidee für Selbstständige ist oft nicht einfach. Zwar hat wohl jeder schon einmal eine tolle Idee gehabt - diese eignet sich aber nicht immer auch als Geschäftsidee für eine Existenzgründung. Wie Sie eine Geschäftsidee finden und ob diese auch als Grundlage für das eigene Unternehmen taugt, zeigen wir Ihnen in unserem Ratgeber.

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit plant, der braucht dafür vor allem eins: Die richtige Geschäftsidee. Diese muss für den langfristigen Erfolg des eigenen Unternehmens nicht nur überzeugend sein. Sie muss vor allem auch gut durchdacht sein und der jeweiligen Zielgruppe einen Mehrwert bieten, der über einen langen Zeitraum Potenzial besitzt.

Selbstständig machen – ja gerne! Aber welche Idee ist dafür die richtige Geschäftsidee?

So finden Sie die richtige Geschäftsidee als Selbstständiger

Bevor es darum geht, ob Ihre Geschäftsidee tatsächlich überzeugend ist, sollten Sie erst einmal überlegen, was Sie aufgrund Ihrer Ausbildung und Ihrer Kenntnisse überhaupt anbieten können. Haben Sie vielleicht schon einen Bedarf für eine bestimmte Geschäftsidee an sich selbst festgestellt? Viele Existenzgründungen gehen auf die eigene Erfahrung zurück: Selbstständige nutzen dann eine Lücke, um sich selbst im wirtschaftlichen Alltag zu etablieren.

Grundsätzlich stehen Gründern – unabhängig vom konkreten Produkt bzw. Dienstleistung – folgende Optionen offen, wenn es darum geht, die richtige Geschäftsidee zu finden:

  • eigene Erfindung: Sie haben etwas ganz Neues entwickelt und möchten diese Erfindung als Basis für Ihr Unternehmen nutzen. Die Geschäftsidee ist in diesem Fall an die Erfindung gebunden und in der Regel durch ihre innovative und kreative Art geprägt.
  • Franchise: Wer nicht ganz so kreativ ist, der kann auch die Geschäftsideen anderer nutzen, die sich im wirtschaftlichen Alltag schon bewährt haben. Über ein Franchise-System können Sie auch als Existenzgründer schnell erfolgreich in das eigene Unternehmen starten. Die Geschäftsidee ist in diesem Fall von Ihren eigenen Ideen losgelöst und lässt nur wenig Spielraum für eigene kreative Ansätze.
  • Bedarf: Als Verbraucher haben Sie sich sicher schon einmal geärgert, wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen benötigt und diese nicht gefunden haben. Sie wollen sich selbstständig machen? Prima, dann nutzen Sie doch diese Marktlücke als Geschäftsidee für Ihr eigenes Unternehmen!

Informieren Sie sich über mögliche Geschäftsideen!

Als Existenzgründer sind Informationen viel Wert: Suchen Sie daher nach Möglichkeiten und Informationsmaterial, wann immer sich dazu die Gelegenheit bietet!

Wichtig zu wissen: Ihr Unternehmen muss zu Ihnen passen! Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit sind „Durststrecken“ ganz normal: Kundenakquise, Finanzierungsfragen und der typische Papierkram sorgen häufig für einen Dämpfer der eigenen Motivation. Wenn Sie nicht mit Leidenschaft hinter Ihrer Geschäftsidee stehen, kann das schon der Anfang vom Ende Ihres Unternehmens sein.

Austausch finden Sie auf Gründerstammtischen in ganz Deutschland

Geschäftsideen entstehen auch im Austausch mit anderen Gründern. Diese haben einen neutralen Blick auf die eigene Idee und können mit Rat und Tat helfen, wenn es bei der Entwicklung der Geschäftsidee hakt. Eine gute Möglichkeit für einen Austausch bieten sogenannte Gründerstammtische: Sie ermöglichen den direkten Kontakt zu bereits bestehenden Unternehmen nach der Gründung, aber auch zu anderen Gründern, die noch mitten in der Planung der Existenzgründung stecken.

Gründerstammtische gibt es in ganz Deutschland – zum Teil auch exklusiv für Start-Ups oder für Gründungen in speziellen Branchen. Zu den wichtigsten Veranstaltungen dieser Art zählt zum Beispiel der RuhrSummit für das Ruhrgebiet oder aber der CEDUS Gründungsstammtisch im Gebiet Düsseldorf.

So entwickeln Sie Ihre eigene Geschäftsidee

Auch das erfolgreichste Unternehmen hat mit einer vagen Idee angefangen: Erst nach und nach wurde dann aus dem Gedankenspiel eine wirkliche Geschäftsidee – und aus dieser dann das Unternehmen mit Zukunftsperspektive. Als Gründer sollten Sie bedacht und strukturiert vorgehen, um Ihre Idee zu entwickeln und darauf basierend die Existenzgründung zu planen.

Bei der Entwicklung der Geschäftsidee haben sich folgende Schritte und Überlegungen bewährt:

  1. Sie sind von Ihrer Idee überzeugt: Nur eine Idee, hinter der Sie zu 100 Prozent stehen, lässt sich auch gegenüber Investoren und Banken „verkaufen“. Vergessen Sie nicht, dass Sie bei der Existenzgründung einen Finanzierungsbedarf haben. Diesen können Sie nur dann decken, wenn Sie mit Ihrer Idee auch Dritte begeistern können. Halbherzige Ideen, die Sie als Selbstständiger eigentlich gar nicht so gut finden, werden auch Außenstehende nur schwer überzeugen – ganz zu schweigen von potenziellen Kunden, die Sie nach der Existenzgründung gewinnen möchten.
  2. Ihre Idee fällt auf fruchtbaren Boden: Natürlich können Sie auch mit der besten Idee nicht das Rad neu erfinden. Dennoch muss ein bestimmter Bedarf für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vorliegen – sonst bleiben im schlechtesten Fall Kunden oder Auftraggeber aus. Hinterfragen Sie daher frühzeitig trotz aller Euphorie, ob Ihre Idee tatsächlich auch gebraucht wird. Wer sich in der Gründerszene umschaut, der sieht zahlreiche Beispiele von gescheiterten Existenzgründungen: Nicht selten war hier der Bedarf einfach nicht gegeben, um ein Unternehmen auch langfristig zu tragen.
  3. Sie sind in der Lage, Ihre Idee umzusetzen: Sie haben eine tolle Idee, besitzen aber selbst nicht das notwendige Knowhow zur Umsetzung? Suchen Sie nach Mitgründern, um Kenntnisse zu bündeln und gemeinsam für ein Ziel einzusetzen. Im Team gründen heißt Risiken minimieren – und Ideen gemeinsam zu entwickeln.

Inspirationen ergeben sich auch aus dem eigenen Umfeld

Die Suche nach der perfekten Idee für die Existenzgründung kann sich übrigens auch aus dem eigenen Umfeld ergeben. Wonach suchen Verbraucher? Was fehlt im Angebot? Und was könnten Sie selbst davon anbieten? Wer sich umhört, bekommt ganz sicher mehr als eine Idee für den Schritt in die Selbstständigkeit. Erstellen Sie eine Liste mit Gedankenspielen – diese gehört zur kreativen Vorbereitung der Existenzgründung. Wenn Sie genug Visionen gesammelt haben, geht es ans Aussortieren: Im besten Fall bleibt dann die eine Idee über, mit der Sie im eigenen Unternehmen durchstarten können.

Welche Geschäftsideen sind besonders erfolgsversprechend?

Ob IT-Bereich oder Gastronomie: Einige Geschäftsideen haben in der Vergangenheit oft durchschlagenden Erfolg gezeigt. Zu den erfolgreichsten Ideen gehören zum Beispiel:

  • Blogger oder Influencer
  • spezielle Lieferdienste (zum Beispiel für bestimmte Verbrauchergruppen)
  • Online-Shops
  • Coaching
  • Online-Marketing
  • Virtuelle Assistenz
  • Online-Kurse
  • Fitnessstudio.
Wichtig zu wissen: Hinterfragen Sie kritisch, ob der Markt Ihre Idee tatsächlich braucht. Dabei spielen auch rechtliche und technische Überlegungen eine Rolle. Möglicherweise ist Ihre Idee schon durch gewerbliche Schutzrechte Dritter belastet: Dann sind juristische Probleme vorprogrammiert. Sollten Sie selbst eine völlig neue Idee entwickeln, ist auch für Sie ein gewerblicher Schutz von Interesse. Patentanmeldungen verhindern, dass Ihre Idee von Konkurrenten genutzt wird und entziehen Nachahmern den Boden.

Sie haben die richtige Geschäftsidee gefunden – wie geht es jetzt weiter?

Auch mit der richtigen Geschäftsidee ist es als Existenzgründer noch nicht getan. Die Idee muss schließlich auch umgesetzt werden – daher steht spätestens jetzt der nächste Schritt auf dem Weg zur Selbstständigkeit an. Ein wichtiger Eckpfeiler ist dabei die Erstellung eines Businessplanes. Er zeigt schriftlich, wie Sie aus Ihrer Geschäftsidee ein erfolgreiches Unternehmen machen wollen. Dazu gehört aber auch die Überlegung, wie Sie dabei Parameter wie Finanzierung, Marketing und rechtliche Grundlagen berücksichtigen.

Erst nachdem der Businessplan fertiggestellt ist, können Sie sich auf die Suche nach Geldgebern und Investoren machen oder aber überlegen, ob Sie weitere Gründer miteinbeziehen möchten.

 

Autor_in: Susanne Khammar 

 

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