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Wettbewerbsanalyse durchführen: Ablauf & Tipps

Urheber: Murrstock | Adobe Stock

Es passiert immer wieder, dass ein Start-up verkündet, die Ersten mit einer Innovation zu sein, und dann eine Produktidee präsentiert, die seit Jahren clever umgesetzt wird, aber von anderen. Was ist da los?

    Ganz einfach: Wer es verpasst, eine Konkurrenzanalyse zu machen, und sich kritiklos in die eigene Idee verliebt, verschenkt wertvolle Chancen und Einblicke – häufig sogar einen guten Start in die Vermarktung. Unabhängig von der Unternehmensgröße ist es wichtig, dass Sie Ihren Markt kennen und damit auch die Wettbewerber, um Ihr Potenzial zu nutzen.

    Es reicht nicht, eine gute Geschäftsidee zu haben. Als Gründer*in müssen Sie Ihren Markt kennen, um den Launch eines Angebots oder Produkts erfolgreich zu platzieren, aber auch auf Veränderungen reagieren zu können.

    Der Markt, das ist nicht nur der Bedarf und das Interesse der Zielgruppe oder die Branche, in der Sie sich bewegen: Sie sollten sich über Entwicklungen informieren und Trends beobachten. Die wichtigsten Entscheidungen sollten mindestens zum Teil auf einem der spannendsten und wichtigsten Tools basieren, der Konkurrenz- und Wettbewerbsanalyse.

    Challenge und Chance: Die Wettbewerber besser kennenlernen

    Sie haben sich umgesehen und eine ganz gute Vorstellung davon, wohin Ihre unternehmerische Reise gehen soll. Doch halten Ihre Vorhaben der Realität stand? Wir erklären Ihnen, was eine Wettbewerbsanalyse beinhaltet und wie Sie diese durchführen, ohne auf eine externe Agentur zurückzugreifen. Anschließend können Sie Ihre eigene Situation besser einschätzen, getroffene Entscheidungen gegebenenfalls noch einmal überarbeiten und Verbesserungspotenziale schneller erkennen. Denn je mehr Sie über die Mitbewerber in Ihrer Branche erfahren, desto besser können Sie die eigenen Möglichkeiten sehen und herausfinden, wo Sie noch auf Weiterentwicklung setzen müssen.

    Tipps zur Vorgehensweise: Was sind deine Ziele?

    Es gibt keine offizielle Definition und keinen Standard für Wettbewerbsanalysen, so wie sich auch nicht jede Strategie durch Beobachtung erkennen lässt: Die „Vanity Metrics“ zum Beispiel, die Fans- und Followerzahlen in den sozialen Netzwerken, sind ohne Kenntnis des geflossenen Budgets für Anzeigen und Betreuung einfach nur Zahlen ohne echte Aussage, egal wie imposant sie auf den ersten Blick wirken. Sie zahlen sozusagen nur aufs Image ein, deshalb Vanity: Eitelkeits-Metrics. Auch das kann durchaus sinnvoll sein, das ist aber ein ganz anderes Thema rund um den Aufbau einer Marke.

    Bevor Sie also anfangen, Followerzahlen zu notieren und zu vergleichen, überlegen Sie lieber, was eigentlich Ihre Ziele sind:

    • Was wollen Sie in Erfahrung bringen?
    • Was werden Sie mit den Erkenntnissen tun?
    • Und inwiefern bringen diese Sie voran?

    Vielleicht wollen Sie deutlich mehr darüber erfahren, wie Ihre Wettbewerber bei der Markteinführung eines neuen Produktes vorgegangen sind. Oder Sie interessieren sich dafür, wie Sie ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten und nach vorn stellen können und wollen daher wissen, wie andere ihre Nischen erobert haben. Wie eine Firma ihren Bekanntheitsgrad steigert, auf welchen Events sie vertreten ist und vieles mehr kann dazu beitragen, Ihren Plänen Flügel zu verleihen.

    Wettbewerbsanalyse in 5 Schritten:

    1. Ziele definieren
    2. Mitbewerber auflisten
    3. Bestandsaufnahme
    4. Recherche
    5. Statistik auswerten

    Beginnen sollten Sie mit einer Liste von mindestens fünf Mitbewerbern, die Sie als interessant oder spannend empfinden, weil sie einzigartig oder Branchenführer sind oder genau die Nische besetzen, die Sie eben auch interessieren würde.

    Wenn Ihnen bei der Recherche weitere auffallen, ergänzen Sie diese Liste unbedingt. Sie können diese nach Wichtigkeit sortieren oder es dem Analyseprozess überlassen, über welches Unternehmen Sie besonders markante Daten sammeln. Anschließend können Sie sich an einer SWOT-Analyse für eine Bestandsaufnahme versuchen.

    SWOT-Analyse heißt: Analyse von Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken) als ein Instrument der strategischen Planung. Dieses Werkzeug setzen Sie sowohl für eigene Unternehmungen als auch für die der Wettbewerber ein.

    Recherche und Visualisierung der Daten

    Dank der zahlreichen Recherchemöglichkeiten im Internet und über Google Alerts (für die Benachrichtigung, wenn es News zu einem Thema gibt), können Sie mit etwas Fleiß die Daten für die Wettbewerbsanalyse zusammenstellen:

    Dazu sollten Sie

    • Unternehmensregister und Presseportale prüfen,
    • Branchenmagazine und deren Archive durchforsten,
    • Geschäftsberichte studieren,
    • Informationen über Teilnahmen an Messen und Events checken und/oder
    • bei der IHK, dem Statistischen Bundesamt und regionalen Unternehmernetzwerken nachforschen, mit welchen Angaben und Informationen die anderen vertreten sind.

    Je mehr Details Sie sammeln, desto klarer wird Ihr Bild über die Strategie und das Umfeld der anderen, was Ihre eigenen Entscheidungen erleichtern kann – natürlich nur, wenn Sie die richtigen Schlussfolgerungen treffen.

    Hilfreich kann eine Visualisierung sein, in der Sie Entwicklungen auf Zeitachsen abbilden oder andere Daten auswerten, mit denen Sie ein Gefühl für Einflussfaktoren und Wachstumshelfer bekommen und Ihnen Ausreißer auffallen. Welche Ansätze am besten zu Ihrem Business passen, lässt sich viel besser entscheiden, wenn Sie verschiedene Vorgehensweisen und deren Resultate kompetent einschätzen können.

    Eine Wettbewerbsanalyse ist wie so viele andere unternehmerische Aufgaben ein fortlaufender Prozess. Auch diese Analyse kann und sollte in Ihren Businessplan einfließen, um zu zeigen, wie gut Sie sich auf Ihre Gründung vorbereitet haben.

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